02. Juni 2022
Medienmitteilung
Gleichwürdige Vertretung für die Weltsynode in Rom
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch war – ohne bischöfliche Einladung – am synodalen Treffen in Einsiedeln präsent und hat sich für die Synodalität stark gemacht. Der, in der Medienmitteilung der SBK genannte, Schlussbericht spiegelt die dringenden Anliegen und Forderungen, welche die Allianz Gleichwürdig Katholisch teilt. Das weitere Vorgehen, national und international, muss ganz im Zeichen von Synodalität und Teilhabe stehen.
Die Bischofskonferenz hat am 30. Mai zum nationalen synodalen Treffen in Einsiedeln eingeladen. Die Allianz Gleichwürdig Katholisch hat diese Gelegenheit genutzt, den Freund:innen der Synodalität vor der Eingangstür zur Versammlung den roten Teppich auszurollen. Die Aktion hatte das Ziel, der Synodalität Schub zu verleihen und den Teilnehmer:innen den Rücken zu stärken für eine wirklich synodale Versammlung. Zur Inspiration hat die Allianz Gleichwürdig Katholisch Flyer verteilt, die zeigen, wie verschiedene Menschen Synodalität verstehen.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch hat bereits im letzten Jahr entschieden, den synodalen Prozess in der Schweiz zu unterstützen und dazu aufgerufen, an den Befragungen teilzunehmen. Mit viel Engagement haben zudem Zugehörige der Allianz Gleichwürdig Katholisch an den synodalen Versammlungen in den Bistümern und auch am vergangenen Montag auf nationaler Ebene teilgenommen. Die Schweizerische Bischofskonferenz hat die Ermutigung für den synodalen Weg wie auch die hohen Erwartungen der Allianz Gleichwürdig Katholisch erkannt und gewürdigt.
Die brennendsten Anliegen und Schwerpunkte der Allianz Gleichwürdig Katholisch sind Teil des offiziellen Schlussberichts. Die Forderungen nach voller Teilhabe aller Getauften, einer gerechteren Inklusion von LGBTQI+ Menschen und wiederverheirateten Geschiedenen und der Überwindung des Klerikalismus werden, nach der Schlussredaktion des Berichtes, nach Rom gesandt.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch erwartet, dass die Schweizer Bischofskonferenz im Sinne der Gleichwürdigkeit eine geschlechtergerechte Delegation zur Weltsynode 2023 nach Rom schickt.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch fordert und unterstützt die zeitnahe Bildung eines schweizerischen Synodalrats, der den schweizerischen synodalen Prozess weiter gestaltet und dessen Statut dafür sorgt, dass Macht geteilt und Entscheidungen gemeinsam gefällt werden. Hierfür ist vollumfängliche Transparenz betreffend der Zusammensetzung des Rates, eine offene Kommunikation und der Einbezug der Verbände, Organisationen und weiterer wichtiger Player in der Schweizer Kirche zentral.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch wird den Fortgang des synodalen Prozesses aufmerksam beobachten und Synodalität auf allen Ebenen fordern und unterstützen.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch ist eine wachsende, gesamtschweizerische, reformkatholische Organisation und versteht sich als offene Projektgemeinschaft. Der Projektgemeinschaft zugehörig sind Einzelpersonen, die die Anliegen der AGK teilen und unterstützen und Personen, die verschiedene Organisationen, Initiativen und Verbände vertreten. Darunter grosse katholische Verbände wie der SKF (Schweizerischer Katholischer Frauenbund), die Jubla (Jungwacht Blauring Schweiz), die KAB Schweiz und der VKP (Verband Katholischer Pfadi). Die Geschäftsstelle der AGK ist in Luzern in unmittelbarer Nähe vieler wichtiger Partner:innen und Verbände.
Kontakt
Mentari Baumann, Geschäftsführerin Allianz Gleichwürdig Katholisch, mentari.baumann@gleichwuerdig.ch, +41 (0)79 248 44 07